FRED BREINERSDORFER

 

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Foto: Jim Rakete

 

BIOGRAFIE

Der Autor und Rechtsanwalt Fred Breinersdorfer wurde 1946 im Mannheim geboren, hat in Mainz und Tübingen Jura und Soziologie studiert und über "Gleichheit der Bildungschancen in Deutschland" promoviert. Fred Breinersdorfer lebt in Berlin. Er hat zwei Kinder, die Anwältin und Drehbuchautorin Léonie-Claire Breinersdorfer und den Architekten Julian Breinersdorfer, Meisterschüler von Zaha Hadid. Sein Cousin ist der österreichische Operndirigent Peter Schneider. Neben Malerei und Fotografie hat Breinersdorfer den Sport nach einer mässig erfolgreichen Karriere als Rennruderer (wieder)entdeckt. Seit 2002 war er Finisher beim Berlin-Marathon, dem New York City Marathon, in Chicago und in Athen. Inzwischen ist er auf Walken umgestiegen.

Nach einem Gastspiel in der Politik (1994 Kandidatur für den Bundestag in Stuttgart für die SPD) widmete sich Breinersdorfer ganz der Schriftstellerei, hauptsächlich dem Drehbuchschreiben. Weil sich aber bei der Drehbucharbeit viele einmischen und endlos hineingeredet wird, flüchtet sich Breinersdorfer zum Ausgleich in die Malerei und die Fotografie. Dort bestimmt alleine der Künstler Thema, Form und Inhalt. Sein Regiedebut gibt er mit der Verfilmung des Romans "Eden Plaza" von Dagmar Leupold fürs Kino. Als Produzent hat er zwei Kinofilme und einen Kurzfilm zusammen mit Kollegen realisiert.

17 Jahre praktizierte er in Stuttgart als Anwalt, spezialisiert auf Hochschulrecht, besonders Numerus clausus Prozesse. Seit 2004 ist er in Berlin am Landgericht und Kammergericht zugelassen und Mitglied der Anwaltskanzlei Müller Radack in Berlin.

1980 erschien sein erster Abel-Krimi bei Rowohlt. "Reiche Kunden killt man nicht". Nicht nur bei der Wahl des Titels kam ihm seine anwaltliche Erfahrung zu Gute. Weitere Krimis, Romane, Kurzgeschichten und dramatische Werke folgten.

Als Drehbuchautor startete er mit einem Tatort-Klassiker, "Zweierlei Blut", jeder erinnert sich an den schön-schaurigen Film, in dem Schimansky nackt auf den Anstoßkreis des Wedaustadions legen. Mitautor war Felix Huby, Regie führte Hajo Gies. Es folgten zahlreiche Spielfilme, meist Krimis, aber nicht ausschliesslich, darunter "Der Hammermörder", eine Verfilmung seines gleichnamigen Romans (DER SPIEGEL: "Ein Klassiker des deutschen Fernsehfilms), oder "Notwehr", "Quarantäne", "Angst", "Duell der Richter" oder die Zweiteiler '"Das tödliche Auge", "Der Mann mit der Maske", "Mein ist die Rache", "Die Hoffnung stirbt zuletzt", "Der verlorene Sohn" und "Der Chinese" (Verfilmung des gleichnamigen Romans von Henning Mankell, den er zusamen mit seiner Tochter Léonie-Claire schrieb). 1986 startete das ZDF mit Breinersdorfers "Anwalt Abel" eine lose Reihe von Spielfilmen mit Günter Maria Halmer in der Titelrolle; 20 Folgen entstanden bis 2000. 20 Tatort-Produktionen des SWR (alle Filme mit dem Wort "Fieber" im Titel), WDR, NDR, MDR, SR und des BR stammen von ihm.

Seine Drehücher wurden von Regisseuren wie Peter Schulze-Rohr, Roland Suso Richter, Nico Hofmann, Marc Rothemund, Christian Görlitz, Michael Verhoeven, Rolf Schübel und anderen inszeniert, seine Rollen haben Schauspieler wie Bruno Ganz, Iris Berben, Gert Voss, Dieter Pfaff, Susanne von Borsody, Nadja Uhl, Jürgen Hentsch, Christian Redl, Uwe Ochsenknecht, Nina Petri, Eva Mates; Alexander Held, Julia Jentsch, Hannelore Elsner, Axel Prahl, Anneke Kim Sarnau, Katja Flint, Kostja Uhlmann und viele andere verkörpert. Sein Debut als Kino-Autor und -produzent startete er 2005 mit "Sophie Scholl - die letzten Tage".

 

2013 begann er mit dem literarischen Experiment BERLIN.classified, einem Politthriller über die düsteren Seiten der Berliner Politik als eBook-Serie im Stil der erfolgreichen US-TV-Serien wie "Homeland" oder "Breaking Bad".

 

Fred Breinersdorfer ist Honorarprofessor. Er war von 1997-2005 Vorsitzender des VS (Verband Deutscher Schriftsteller in ver.di), ist Mitglied des P.E.N-Zentrums Deutschland, verschiedener Akademien (Deutsche Filmakademie und Deutschen Akademie der Darstellenden Künste) sowie Mitglied des Verwaltungsrats der VG Wort. Für 2003 wurde er in die Jury für das "Unwort des Jahres" berufen. Er gründete 1986 zusammen mit Peter Schmidt die Krimiautorenvereinigung "Das Syndikat". Im Frühjahr 2011 startete er in der Deutschen Filmakademie das Projekt "Filmmakers in Prison", mit dem in Zusammenarbeit mit der "Berlinale" und "Amnesty International" verfolgte Filmemacher unterstützt werden. 2012 wurde ihm der Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg verliehen.

Seine Drehbücher und Filme wurden mehrfach für Preise nominiert - darunter für den Deutschen Fernsehpreis, Deutschen Filmpreis und den Europäischen Filmpreis - und ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adolf Grimme Preis mit Gold, dem Deutschen und Europäischen Filmpreis und dem ver.di Fernsehpreis. Für den Academy Award (Oscar®) 2006 war "Sophie Scholl - die letzten Tage" in der Kategorie "Foreign Language Film" nominiert.

 
 

 

 

 

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e-Mail: fred @ breinersdorfer.com