KATJA RÖDER, FRED BREINERSDORFER

INGO THIEL – EIN MÄDCHEN WIRD VERMISST

 

 

Der dritte “Ingo Thiel” wurde ab 17.11.2020 in Köln gedreht. Regie: Markus Imboden,  mit Heino Ferch, Ronald Kukullies, Moritz Fürmann, Sina Bianka Hentschel, Martin Lindow, Sandra Borgmann u.a. Produktion Nils Dünker lilaps pictures, Redaktion ZDF Matthias Pfeifer, ARTE Andreas Schreitmüller

In der ARTE-Mediathek bis 16. Oktober 2021

Erstausstrahlung: 17. September 2021, 20:15 bei ARTE

Nach dem Schwimmtraining wird die 14jährige Nele vermisst. Ingo Thiel sucht mit einer Sonderkommission nach ihr. Es gab Gründe für Nele von zuhause abzuhauen, es gibt aber auch Anhaltspunkte für einen Sexualmord. Mit kriminalistischem und menschlichem Feingefühlt gepaart mit modernster Kriminaltechnik klärt Thiel mit seinem Team den Fall und dringt dazu tief in katholische Milieu einer Kleinstadt am Niederrhein ein, wo es hinter der Fassade mehr familiäre Probleme gibt, als erwartet, bis eine seltsame Kombination von DNA-Spuren einen neuen Kosmos von Verdachtsfällen öffnet.
 

Als Vorlage für den Film diente wieder ein realer Fall.

Übrigens, nur mal so zum Vergleich: Links der reale Ingo Thiel, rechts Heino, unser Film-Ingo.

 

Einschaltquoten:

Wieder war das Resultat bei ARTE (Tagesdurchschnitt 1,7 %) außergewöhnlich. Terrestrisch sahen in der Primetime in Deutschland 5,1 % und in Frankreich 5,9 % der zugeschalteten Haushalte unseren Film. Um das ins Verhältnis zu setzen: Es dominieren die Öffentlichrechtlichen (ZDF 17,2 %, ARD 12.6 %). Wir lagen knapp hinter den dann folgenden großen Privaten (RTL 6,4 %, SAT 1 5,2 %) und gleichauf mit Pro7, alle anderen Sender hatten weniger Publikum.

Kritiken:

TV-Spielfilm: Intensiv-packende, fiktionalisierte True-Crime-Geschichte in dokumentarisch anmutendem Stil. Zwar steht die nüchtern-sachliche Ermittlungsarbeit der Soko im Mittelpunkt, dennoch ist das Krimidrama von Markus Imboden hochemotional. Auch im dritten Einsatz als nie aufgebender Ingo Thiel überzeugt Heino Ferch.
tittelbach.tv: Egger/Röder/Breinersdorfer ist es gelungen, der Krimiflut des deutschen Fernsehens eine neue Facette hinzuzufügen. Fall Nummer drei, diesmal unter der Regie von Markus Imboden, übernimmt die Alleinstellungsmerkmale der Vorgänger. Auch er erzählt schnörkellos vom zermürbenden Kleinklein der Ermittlungsarbeit. Auch er zählt die Tage herunter, die ein Fall beansprucht, der nach vier Wochen offiziell als „ausermittelt“ gilt, obwohl die Tätersuche knapp dreimal so viel Zeit in Anspruch nimmt. Auch er verzichtet auf experimentelle Erzählformen, schräge Kameraperspektiven, Action-Einlagen oder zu viel Musik. Und lebt von einem Kommissar, der gegen alle Regeln verspricht, den Mörder zu finden. 
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