FRED BREINERSDORFER

HONECKER UND DER PASTOR

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Buch: Fred Breinersdorfer, Regie und Produktion: Jan Josef Liefers, Producerin: Wiebke Fromholz, mit Edgar Selge, Barbara Schnitzler, Hans Uwe Bauer, Steffi Kühnert, Anna Loos, Axel Prahl, Kurt Krömer u.a., Produktion Radio Doria Film, Berlin

Die Erstausstrahlungen:

am 18. März 2022 um 20:15 Uhr auf ARTE und am 21. März 2022 um 20:15 Uhr im ZDF

Die Begleitdokumentation (30 min.) sendet das ZDF am 20.März 2022 um 23:45 Uhr

Der Film erzählt die Geschichte des zehnwöchigen Kirchenasyls von Erich und Margot Honecker in Lobetal im Haus des evangelischen Pastors Uwe Holmer und dessen Frau Sigrid Anfang 1990. Der Film basiert weitgehend auf Fakten und eingehenden Recherchen. Es gibt einen 30minütigren Dokumentarfilm als Begleitmaterial zur Ausstrahlung (Buch und Regie Fred Breinersdorfer).

“Blickpunkt Film” meldet: Liefers wird ein Drehbuch vom Spezialisten für historische Stoffe Fred Breinersdorfer in Szene setzen und von einem Kapitel absurder DDR-Geschichte erzählen. Liefers produziert auch mit seiner Radio Doria Film. U.a. Edgar Selge und Axel Prahl sowie Anna Loos spielen mit. – Das Projekt wurde vom Medienboard Berlin-Brandenburg mit 350.000 Euro gefördert. Neben Edgar Selge als Honecker, spielen Hans-Uwe Bauer (Pastor Holmer), Barbara Schnitzler (Margot Honecker) und Steffi Kühnert (Sigrid Holmer) die Hauptrollen – und Axel Prahl gibt den geheimnisvollen Herrn Schimke.

Beim Dreh in Babelsberg von links: Barbara Schnitzler (Margot Honecker), Edgar Selge (Erich Honecker), Jan Josef Liefers (Regisseur und Produzent), Hans Uwe Bauer (Pastor Holmer) und Steffi Kühnert (dessen Frau)

Zur Recherche und zur Vorbereitung des Drehs haben Jan Josef Liefers, Wiebke Fromholz (Producerin) und Fred Breinersdorfer mit zahlreichen Zeitzeugen gesprochen. Sie haben mit einem kleinen Team die Interviews von Jan Josef Liefers mit den Betreffenden auf Video aufgezeichnet, darunter Pastor Uwe Holmer, dessen Sohn Kornelius, der heute als Pfarrer eine Kirchengemeinde bei Bamberg betreut, Mitarbeiter und Weggefährten von Pastor Holmer aus Lobetal, einen Mann, der jahrelang in Bautzen in Haft saß, Christoph Hein und Wolfgang Schäuble, der den Einigungsvertrag verhandeln und unterzeichnet hat. Das hat dazu beigetragen, das Drehbuch auf ein solides historisches Fundament zu stellen und dem Film eine bemerkenswerte Authentizität zu geben. 

Aus dem Material wurde in Kombination mit Filmausschnitten eine dreißigminütige Begleitdokumentation geschnitten.

Presse

ZDF-Pressemeldung zum Drehbeginn

Zeit online, 22.1.2022

Ein Interview mit Pastor Holmer

Filminterview mit epd 

Sehr ausführlich und gründlich Nikolaus von Festenberg im Tagesspiegel

Tittelbach: Drehbuch-Autor Fred Breinersdorfer sorgt für einen spannenden, ernsthaften und auch mal skurrilen und tragikomischen Clash der Weltanschauungen.

Berliner Morgenpost: Jan Josef Liefers hat die absurde Geschichte des einstigen SED-Chefs in kirchlicher Obhut furios verfilmt.

rnd; So hinterlässt Liefers‘ Film das Gefühl: Ja, so könnte es gewesen sein, aber mit einer seltsamen Brechung, wie das ferne Echo einer surreal anmutenden Zeit.

TV-Spielfilm: In seiner dritten Regiearbeit hat sich „Tatort“-Star Jan Josef Liefers mit Drehbuchautor Fred Breinersdorfer („Die Spur der Mörder“) ein fast schon vergessenes Kapitel aus der turbulenten Nachwendezeit vorgenommen. Ein Kunstgriff (…).

kino.de Souverän erzähltes und großartig gespieltes Drama um eine skurrile Fußnote der Wendezeit.

Pfarrer Uwe Holmer.

Pfarrer Uwe Holmer, im Interview mit uns, der 1990 dem Ehepaar Holmer zwei Monate Asyl gewährte.

Die Quoten

Bei ARTE: HONECKER UND DER PASTOR hatte am Freitag um 20h15 in Deutschland  957.000 Zuschauer und 3,3 % Marktanteil. Das ist deutlich über dem für ARTE-Verhältnisse ohnehin sehr guten Durchschnitt des Sendeplatzes (2,2 %). Der Senderschnitt dürfte nach wie vor bei rund 1 % liegen. Interessanter-, erstaunlicher- und erfreulicherweise ist die Reichweite bei den ganz Jungen (15 – 24 Jahre) besonders hoch: 6,2 % ! (Der Liefers-Effekt?). In Frankreich wurde der Film viel später ausgestrahlt, um 23h25 unter dem Titel „Le refuge du dernier président“. Deshalb sind die Reichweiten in Frankreich nicht vergleichbar und wenig aussagekräftig: 1,3 % und 83.000 Zuschauer.