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CV FRED BREINERSDORFER, DEUTSCH

Kurztext:

Fred Breinersdorfer ist Autor, Filmproduzent und Anwalt. Sein umfangreiches Repertoire umfasst über 70 abendfüllende Filme, ausserdem Krimis, Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Er wurde mit wichtigen Auszeichnungen und Nominierungen bedacht. Als Anwalt war er maßgeblich an der Entwicklung der Studienplatzklagen beteiligt. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Sehr ausführlich:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Breinersdorfer

Langtext:

Der Autor und Rechtsanwalt Fred Breinersdorfer wurde 1946 im Mannheim geboren, hat in Mainz und Tübingen Jura und Soziologie studiert und über “Gleichheit der Bildungschancen in Deutschland” promoviert.

Fred Breinersdorfer lebt in Berlin. Er hat zwei Kinder, die Anwältin und Drehbuchautorin Léonie-Claire Breinersdorfer und den Architekten Julian Breinersdorfer, Meisterschüler von Zaha Hadid. Sein Cousin ist der österreichische Operndirigent Peter Schneider. Neben Malerei und Fotografie hat Breinersdorfer den Sport nach einer mässig erfolgreichen Karriere als Rennruderer (wieder)entdeckt. Seit 2002 war er Finisher beim Berlin-Marathon, dem New York City Marathon, in Chicago und in Athen. Inzwischen ist er auf Walken umgestiegen.

Nach einem Gastspiel in der Politik, als er 1994 für den Bundestag in Stuttgart für die SPD kandidierte, widmete sich Breinersdorfer ganz der Schriftstellerei, hauptsächlich dem Drehbuchschreiben. Seit 2004 realisiert er als verantwortlicher Kreativproduzent Kino- und TV-Filme sowie zwei einen Kurzfilm zusammen mit Kollegen realisiert. Sein Regiedebut gab er 2008.

17 Jahre praktizierte er in Stuttgart als Anwalt, spezialisiert auf Hochschulrecht, besonders Numerus clausus Prozesse. Seit 2004 ist er in Berlin am Landgericht und Kammergericht zugelassen und Mitglied der Anwaltskanzlei Müller Radack in Berlin.

1980 erschien sein erster Abel-Krimi bei Rowohlt. “Reiche Kunden killt man nicht”. Nicht nur bei der Wahl des Titels kam ihm seine anwaltliche Erfahrung zu Gute. Weitere Krimis, Romane, Kurzgeschichten und dramatische Werke folgten.

Als Drehbuchautor startete er mit einem der ersten Tatort-Klassiker, “Zweierlei Blut”. Berüchtigt war dieser schön-schaurige Film, in dem Schimansky nackt auf den Anstoßkreis des Wedaustadions legen. Mitautor war Felix Huby, Regie führte Hajo Gies. Es folgten zahlreiche Spielfilme, meist Krimis, aber nicht ausschließlich, darunter “Der Hammermörder”, eine Verfilmung seines gleichnamigen Romans (DER SPIEGEL: “Ein Klassiker des deutschen Fernsehfilms), oder “Notwehr”, “Quarantäne”, “Angst”, “Duell der Richter” oder die Zweiteiler ‘”Das tödliche Auge”, “Der Mann mit der Maske”, “Mein ist die Rache”, “Die Hoffnung stirbt zuletzt”, “Der verlorene Sohn” und “Der Chinese” (Verfilmung des gleichnamigen Romans von Henning Mankell, den er zusammen mit seiner Tochter Léonie-Claire schrieb). 1986 startete das ZDF mit Breinersdorfers “Anwalt Abel” eine lose Reihe von Spielfilmen mit Günter Maria Halmer in der Titelrolle; 20 Folgen entstanden bis 2000. Über 20 Tatort-Produktionen des SWR (alle Filme mit dem Wort “Fieber” im Titel), WDR, NDR, MDR, SR und des BR stammen von ihm. Einen Teil seiner jüngeren Drehbücher verfasste er mit Léonie-Claire Breinersdorfer und neuerdings mit Katja Röder.

Seine Drehbücher wurden von Regisseuren wie Peter Schulze-Rohr, Roland Suso Richter, Nico Hofmann, Marc Rothemund, Christian Görlitz, Michael Verhoeven, Rolf Schübel, Oliver Hirschbiegel, Urs Egger und anderen inszeniert, seine Rollen haben Schauspieler wie Bruno Ganz, Iris Berben, Gert Voss, Dieter Pfaff, Susanne von Borsody, Nadja Uhl, Jürgen Hentsch, Christian Redl, Uwe Ochsenknecht, Nina Petri, Eva Mates; Alexander Held, Julia Jentsch, Hannelore Elsner, Axel Prahl, Anneke Kim Sarnau, Katja Flint, Kostja Uhlmann, Heino Ferch,  Silke Bodenbender und viele andere verkörpert.

Sein Debut als Kino-Autor und -produzent startete er 2004 mit “Sophie Scholl – die letzten Tage”, der zu einem internationalen Klassiker des deutschen Kinos wurde. “Elser – er hätte die Welt verändert” kam schließlich auf der Berlinale 2015 im Wettbewerb zur Uraufführung. Unter dem Titel “13 Minutes” ist er weltweit erfolgreich in den Kinos. Der Kinofilm „Das Tagebuch der Anne Frank“ komplettierte 2016 Breinersdorfers Kinotrilogie über Opfer der Nazidiktatur, zu denen er auch die hingerichteten Widerständler zählt.

Seine Drehbücher und Filme wurden mehrfach für Preise nominiert – darunter für den Deutschen Fernsehpreis, Deutschen Filmpreis und den Europäischen Filmpreis – und ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adolf Grimme Preis mit Gold, dem Deutschen und Europäischen Filmpreis und dem ver.di Fernsehpreis. Für den Academy Award (Oscar®) 2006 war “Sophie Scholl – die letzten Tage” in der Kategorie “Foreign Language Film” nominiert.

Weil sich aber bei der Drehbucharbeit viele einmischen und endlos hineingeredet wird, flüchtet sich Breinersdorfer zum Ausgleich in die Malerei und die Fotografie. Dort bestimmt alleine der Künstler Thema, Form und Inhalt.

Breinersdorfer gehört zu der Generation von Europäern, die dank stabiler demokratischer Verhältnisse nach 1945 nie Krieg, Vernichtung und Verfolgung am eigenen Leibe erdulden mussten. Er begreift das nicht nur als persönliches Glück, sondern als Aufgabe engagiert für Frieden und Freiheit, Gleichheit und Solidarität einzutreten und dafür seine Talente zu nutzen.

Seit 1972 ist Breinersdorfer Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Er war von 1997-2005 Vorsitzender des VS (Verband Deutscher Schriftsteller in ver.di), ist Mitglied des P.E.N-Zentrums Deutschland, verschiedener Akademien (Deutsche Filmakademie und Deutschen Akademie der Darstellenden Künste) sowie langjährigess Mitglied des Verwaltungsrats der VG Wort. Für 2003 wurde er in die Jury für das “Unwort des Jahres” berufen. Er gründete 1986 zusammen mit Peter Schmidt die Krimiautorenvereinigung “Das Syndikat”. Im Frühjahr 2011 startete er in der Deutschen Filmakademie das Projekt “Filmmakers in Prison”, mit dem in Zusammenarbeit mit der “Berlinale” und “Amnesty International” verfolgte Filmemacher unterstützt werden. Fred Breinersdorfer ist Honorarprofessor. 2012 wurde ihm der Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg verliehen und 2014 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

CV LÉONIE-CLAIRE BREINERSDORFER

https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A9onie-Claire_Breinersdorfer

CV JULIAN  BREINERSDORFER

https://julianbreinersdorfer.com/de/cv